REPORTAGE

Die spektakulären Salzwelten in Hallstatt, Österreich

Die „Salzwelten“ im österreichischen Hallstatt haben es in sich. Das Erlebnispaket umfasst: Auf- und Abfahrt mit der Bergbahn, Panoramablicke vom Skywalk und die Unterwelt im Salzbergwerk.

Fast vertikal, so scheint es, ist die Bergbahn unterwegs. Drei Minuten dauert die Auffahrt. Die Eindrücke steigen mit der Höhe. In der Tiefe gleißt der Hallstättersee in der Sonne. Die umliegenden Bergriesen nehmen ein Spiegelbad. Doch es wird noch spektakulärer: auf dem Skywalk, wenige Gehminuten hinter der Bergstation.

Der Skywalk über Hallstatt

Liebesschlösschen klemmen an den Seitengittern des Skywalks, der sich ins Nichts schiebt. Unter der Aussichtsplattform gähnt die Leere. Ein mulmiges Gefühl stellt sich ein. Aber keine Sorge: Bislang hat noch alles gehalten.

Im Blick liegt Hallstatt, einer der malerischsten Orte in der hiesigen Region Salzkammergut. Allerdings darf man nicht der Illusion verfallen, alleine zu sein. Weder hier oben noch da unten. Dafür sorgen alleine Asiaten. Seit ein Teil von Hallstatt in China nachgebaut und zur Touristenattraktion wurde, wollen viele Chinesen das Original sehen. „Unser Ort ist kein Museum“, heißt es im Dorf auf einer Tafel. Denn es kann durchaus vorkommen, dass Chinesen plötzlich im Vorgarten oder knapp vor dem Wohnzimmer stehen und glauben, die Anwohner seien nur Statisten in einer Disneykulisse …

 

Lago Hallstätter
Das malerische Hallstatt an den Ufern des Hallstättersees

„Das älteste Salzbergwerk der Welt“

Zurück zum Skywalk. Ab dort marschiert ihr in Eigenregie etwa fünfzehn Minuten durch das Hallstätter Hochtal bis zum alten Knappenhaus. Dort starten regelmäßig Führungen durch „das älteste Salzbergwerk der Welt“, wie es heißt. Seit 7000 Jahren wird hier Salz abgebaut.

Eine Führung durch die Unterwelt dauert 90 Minuten. Drinnen herrscht konstante Kühle: acht Grad Celsius. Da ist es gar nicht schlecht, dass man Overalls ausgehändigt bekommt und hineinschlüpfen muss. Die erfüllen bei der Tour einen weiteren Zweck. Dazu gleich mehr.

Gand durch die Enge

Der Stollen schickt seinen kühlen Atem entgegen. Der Gang hindurch ist nichts für Klaustrophobiker. Führerin Stefanie geht voraus, die Overall-Gruppe hinterher: ganz normal aufrecht, nicht gebückt.

Nach etwa 200 Metern glitzert kristallisiertes Salz an den Wänden. Es ist weder rutschig noch schlammig. Dieser Teil des alten Bergwerks ist für Besucher gedacht. Die echten Bergmänner – um die 30, sagt Stefanie – arbeiten heute in anderen Teilen, um das weiße Gold zu gewinnen. Zu Gesicht bekommt man sie nicht.

 

Abwärts auf zwei Rutschen

Früher rutschten die Bergleute auf dem Hosenboden von einer Ebene zur anderen – und denen kann man nacheifern. Es gibt zwei Rutschen: die erste zwölf Meter lang, die zweite 64. Das ist Bespaßung unter Tage. Stefanie mahnt: „Nicht bremsen, dann wird es gefährlich!“ Also lässt man es einfach laufen. Der Overall gibt ein klasse Gleitgefühl. Wer Angst hat, nimmt die Treppe daneben.

 

Spezialeffekte und Grubenzug

Zugabe bei den Erlebnissen im Bergwerk ist eine Ton-Licht-Schau am unterirdischen See. Da gerät man in einen Farbrausch. Grün. Rosa. Blau. Fantastische Effekte.

Stefanie bietet eine kleine Salzverkostung von Steinsalz an. Vor allem die knusprigen Flocken sind köstlich. Dann geht’s mit dem Grubenzug hinaus aus dem Berg ans Tageslicht und später mit der Bergbahn zurück ins Tal.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann könnte dich auch das interessieren: https://traveller50plus.eu/reportagen/europa/kap-fisterra/

 

Entrada al túnel
Einmarsch in den Stollen

Fazit: